Was ist ein Trading-System? von Van K. Tharp

Was die meisten Leute unter dem Begriff Trading-System verstehen, würde ich eher als Trading-Strategie bezeichnen. Daher möchte ich meinen Lesern zeigen, aus welchen Komponenten meiner Meinung nach ein Trading-System bestehen muss.

 

  1. Ein Marktfilter
  2. Die Konditionen des Setups
  3. Ein Einstiegssignal
  4. Einen „worst-case“ Stop Loss
  5. Eine Möglichkeit zum Wiedereinstieg – falls es sich anbietet
  6. Profitable Exit-Strategien
  7. Einen Algorithmus, um die Positionsgröße zu bestimmen
  8. Verschiedene Systeme für unterschiedliche Marktbedingungen.

 

Der Einsatz eines Filters erlaubt es ihnen, den Markt unter ganz speziellen Kriterien zu betrachten, um herauszufinden, ob er für Ihr Trading-System überhaupt geeignet ist. Es gibt zum Beispiel „Trending Markets“ (Stochastik-Signale zeigen einen ausgeprägten Preistrend an) auf denen es ausgesprochen ruhig und gesittet zugeht, wie auch sehr volatile „Trending Markets“. Zudem können die Märkte entweder bullish oder bearish sein. Ihr System kann möglicherweise nur in einem volatilen Umfeld hervorragend funktionieren – in einem Bullenmarkt jedoch nicht. Deshalb ist ein Filter so wichtig, um herauszufinden, ob Sie Ihr System auf diesem speziellen Markt überhaupt einsetzen sollten.

20 goldene Regeln für Trader

Regeln, Regeln, Regeln… da will man seine Freiheit als Trader genießen und was muß man den ganzen lieben, langen Handelstag machen? Sich an Regeln halten.

Hier mal wieder eine Sammlung die leicht zu lesen und schwer umzusetzen ist. Viele haben ja schon Schwierigkeiten damit, überhaupt irgendwelche Regeln für ihr Handeln aufzustellen. Sich anschließend auch noch bedingungslos daran zuhalten, ist dann die nächste Herausforderung.

Versucht mal eine neue Regel für euren Tagesablauf aufzustellen. Z.B.:

• Ich esse jeden Tag, außer am Wochenende, einen Apfel. Oder…
• Ich lese 2x in der Woche in einem Buch, anstatt ins Fernsehgerät oder ins Internet zu glotzen.

Das mal einen ganzen Monat lang durchziehen, dann weiß man ob man diszipliniert ist oder nicht. Aus dieser Erfahrung kann man dann Rückschlüsse ziehen, ob man an sich arbeiten muß, oder ob man bereit ist, sich auch diszipliniert an Handelsregeln zu halten.

 

  1. Vergiß die Nachrichten, denk an den Chart. Du bist nicht klug genug um zu wissen, wie die Nachrichten die Preise beeinflussen werden. Der Chart weiß schon Bescheid, dass die Nachrichten kommen.
  2. Kaufe beim ersten Rücksetzer vom neuen Hoch. Verkaufe beim ersten Anstieg nach einem neuem Tief. Es gibt immer Leute, welche die Bewegung beim ersten Mal verpasst haben.
  3. Kaufe bei Unterstützung, verkaufe am Widerstand. Jeder sieht das Gleiche und alle warten draufzuspringen.
  4. Verkaufe/Shorte Rallys, keine Sell-Offs. Wenn der Markt fällt, machen Shortseller Profit und stehen bereit, sich einzudecken.
  5. Nie in einen großen „moving average“ hineinkaufen oder verkaufen. Siehe 3.
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Warum Anfänger im Trading Geld verlieren

In diesem Beitrag möchte ich kurz darauf eingehen, warum Anfänger im Trading garantiert Geld verlieren.

Trading ist einfach, wenn man die Einstiegsbarrieren betrachtet:

Ein Internetzugang, ein Broker, etwas Einstiegskapital, vielleicht noch ein Chartprogramm und schon geht es los.
Ihr tretet jetzt gegen die besten Trader der Welt an.
Es ist nicht wie im Sport, wo verschiedene Turniere oder Ligen  gewonnen werden müssen, bis man in der Spitzengruppe angekommen ist und dadurch auch immer wieder ein Feedback zum Leistungsstand gegeben wird.

Um es nochmal etwas plastischer auszudrücken:
Ihr kauft euch einen Tennisschläger, Tennisschuhe, nehmt 10.000 Euro und spielt direkt gegen Roger Federer um diese 10.000 Euro.
Ergebnis: Ihr habt keine Chance, das Geld ist weg.

Bei diesem Tennisbeispiel werden die meisten Menschen den Kopf schütteln und sagen: „Das Risiko würde doch niemand eingehen.“
Beim Trading hingegen werden die 10.000 Euro in den Markt getragen und kaum jemand denkt über das Risiko nach.

Warum ist das so? weiterlesen

Werde dein eigener Trading Coach

In meinem kürzlich veröffentlichten Blogbeitrag „Wer ist der beste Trading Coach“ habe ich geschrieben, dass wir selber unser bester Trading Coach sind.

Aber wie ist es für Trader möglich, sich selbst auf Erfolg zu trainieren?
Wie kann der Prozess der Kompetenzentwicklung selbstständig generiert werden?

Zu diesem Thema gibt es eine ganze Menge Forschung. Die allgemeine Schlussfolgerung ist, dass die Bedeutung von Mentoring für den Leistungserfolg für jedes Leistungsgebiet spezifisch ist.
Mannschaftssportarten setzen zum Beispiel bei der Kompetenzentwicklung durchgängig auf Coaching.
So ist es unmöglich, ein Spiel wie Eishockey zu beherrschen, ohne eine Mannschaft zu haben, mit der man üben kann.

Andere Sport- und Leistungsbereiche sind eher unternehmerisch geprägt. Schach, Musik und Poker sind Beispiele für Bereiche, in denen durch individuelle Übungen und ein Minimum an formellem Unterricht ein hohes Leistungsniveau erreicht werden kann.
Dies sind Bereiche, in denen die Lernenden selbstständig Leistungen erbringen, Feedback erhalten und ständig Verbesserungen vornehmen können. Viele aufstrebende Musiker entwickelten ihr Talent, indem sie Nacht für Nacht in lokalen Clubs spielten.
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Wer ist der beste Trading Coach?

Oft stellen sich Trader die Frage nach dem besten Trading Coach.

Um diese Frage zu beantworten habe ich hier eine Coaching Übung, die einen bedeutenden Unterschied in eurem Trading machen kann:

 

Am Ende jedes Tages oder der Woche (abhängig von eurer Handelshäufigkeit), identifiziert euren besten Trade und euren schlechtesten Trade.
Dann schaut euch diese genau an:

 

  • Wie habt ihr euch persönlich in der Zeit bis zu eurem besten Trade vorbereitet?  Wie bis zu eurem schlechtesten Trade?  Wie habt ihr euch seelisch gefühlt?  Wie körperlich?

 

  •  Wie habt ihr die Idee recherchiert, die in euren besten Trade eingeflossen ist?  Wie die für euren schlechtesten Trade?  Auf welche Informationen habt ihr euch verlassen?  Welche Informationen habt ihr missachtet?  Was war euer Edge beim Trade?

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